Wieso ist Johannes der Täufer ELIA,

"wenn ihr es annehmen wollt". 

Diese Frage wird hier beantwortet


 

Zum gegenwärligen Zeitpunkt wäre das Kommen des Messias für Israel undenkbar!
Denn Israel ist derzeit noch so weit entfernt von seinem Gott,
da sich dieses Volk erst völlig umorientien muss.
Es muss ernstlich nach Jesus, dem Messias rufen:
»Gelobt sei. der da kommt in dem Namen des HErrn!«
Die Schrift bezeugt doch sehr deutlich, wie bedrohlich ernst die Lage ist.
Die Ankündigung des Gerichtes über Edom zum Beispiel ist heftig und hilft uns zu begreifen,
dass Gottes Zom gewaltig ist:
»Denn mein Schwert ist trunken geworden im Himmel; siehe, es wird herabfahren auf Edom, zum Gericht über
das Volk, das lch mit dem Bann belegt habe« (Jes. 34, 5 Schlachter 2000).
Der HERR bleibt seinem Bundesvolk Israel absolut treu!

Edom steht als warnendes Beispiel fiir Gottes Gericht über gottlose Völker.
In Bezug auf sein Bundesvolk Israel handelt Gott aber einzigartig. Nicht umsonst verwende
ich immer wieder den Begriff »Bundesvolk«. Die Bündnisse, die Gott mit Israel geschlossen hat, wird ER seinem
Volk alle erfüllen - ohne Ausnahme! Sie gehen nicht auf ein anderes Volk über - erst recht nicht auf das Christentum
Die sogenannte >»Ersatztheologie« widerspricht den wörtlichen Zusagen,
die Gott seinem Bundesvolk gegeben hat. Kein anderes Volk, keine andere Nation
und auch nicht die allgemeine Christenheit ist zu irgendeinem Zeitpunkt an die Stelle Israels getreten!
Unser Gott bleibt seinem Volk absolut treu und behandelt Israel wegen seines großen Namens besonders.
In seiner Gnade sorgt ER dafür, dass sich sein Volk auf die Erscheinung des Messias vorbereiten kann.
Während die Völker bei seinem Kommen plötzlich und unerwartet mit dem Thron Gottes konfrontiert
werden, dass sie in unvorstellbarem Entsetzen schreien werden:
»Ihr Berge und Felsen: Fallet über uns und verberget uns vor dem Angesicht dessen, der auf
dem Thron sitzt, und vor dem Zorn des Lammes!« (Offb. 6, 16),
wird der Überrest des Bundesvolkes Israel auf diesen Moment vorbereitet sein.
So hat ER es vor Jahrtausenden angekündigt, so wird ER es an seinem Volk erfüllen.
Es bleibt bei seinem Bund mit Israel, Er will sein Volk nicht völlig vernichten.
Deshalb sorgt ER dafür, dass sie nicht unvorbereitet sind!
Und wie wird der göttliche Gesandte, der Herold der höchsten Instanz, der kommende »Elia« das tun?
»Er wird das Herz der Väter den Kindern und das Herz der Kinder wieder ihren Vätern zuwenden,
damit lch bei meinem Kommen das Land nicht mit dem Bann schlagen muss!« (Mal 3,24 Schlachter 2000).
Gott wird die Vorbereitungen für das Kommen des Messias selbst veranlassen. Wenn die Zeit erfüllt ist, wird der ewige
Gott dafür sorgen und zwar durch seinen »Elia«, durch den von Maleachi angekündigten Boten.
Was ist mit der Sicht der Schriftgelehrten über Elia?
Noch befinden wir uns in einer unbestimmten Zeit vor dem Kommen des Messias zum Millennium.
So macht es nach dem Neuen Testament Sinn, noch einmal das erste Kommen des Messias für Israel zu betrachten.
Denn die Frage nach dem »Elia«, der da kommen soll, kann ganz schön verwirrend sein.
Kommt er wirklich noch? Oder ist er nicht damals schon gekommen?
Eines ist zumindest im Zusammenhang seines ersten Kommens wirklich nicht schwer nachzuvollziehen:
Die Sicht, die die Schriftgelehrten zur Zeit Jesu über Elia hatten, war eindeutig.
Das geht klar aus einer Frage der drei Jünger hervor, die gerade mit ihrem Herrn auf dem Berg der Verklärung gewesen waren.
In Matth. 17, 10 heißt es: »(Und seine Jünger fragten lhn und sprachen: Warum sagen denn die Schrifigelehrten, dass zuvor Elia kommen
müsse« (Schlachter 2000).
Die Schriftgelehrlen erwarteten den Elia also vor dem Auftreten des Messias und offensichtlich
war das auch den Jüngern damals sehr wohl bekannt.
Mit ihrer Frage wünschten sie wohl auch selber
eine K1ärung dieser wichtigen Sache.
Seit 2ooo Jahren hält man in den Synagogen einen Platz für Elia frei.
Nun hat sich an dieser Erwartung seitens der Schriftgelehrten bis heute eigentlich nichts geändert.
Wer dafür eine Bestätigung braucht, sollte einfach mal eine Synagoge besuchen
und die Verantwortlichen dort nach dem freien Sitzplatz für Elia fragen.
Denn bis heute ist es eine Selbstverständlichkeit, Elia zu erwarten. Um das zu unterstreichen,
bleibt in der Synagoge immer auch ein Platz für Elia frei - er könnte ja plötzlich erscheinen!
Es ist gerade so, als ob die Zeit hier seit 2000 Jahren stehengeblieben wäre.
Wie viele heute nun tatsächlich noch mit dem Kommen Elias rechnen, lässt sich allerdings nur schwer sagen.
Der leere Stuhl für Elia hat aber zumindest eine lang anhaltende Tradition.
Ob es dann wirklich so ein Elia sein wird, wie es sich das religiöse Judentum vorstellt, ist noch eine andere Frage.
Für unsere Einordnung aber ist eines sicher: Der Prophet Elia wurde durch Maleachi eindeutig angekündigt,
und das bedeutet: Die Erfüllung ist wie jedes andere Wort Gottes somit selbstverständlich garantiert.
Ist Elia Johannes der Täufer?
Was dagegen die fragenden Jünger betrifft: Sie erhielten damals eine gut nachvollziehbare Antwort.
Ihr Herr und Meister brauchte ihnen dabei nur etwas auf die Sprünge zu helfen:
»Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: Elia kommt freilich zuvor und wird alles wiederherstellen (vgl. Mark. 9, l2; Apg. 3, 2l).
Ich sage euch aber, dass Elia schon gekommen ist; und sie haben ihn nicht anerkannt, sondern mit ihm gemacht,
was sie wollten. Ebenso wird auch der Sohn des Menschen von ihnen leiden müssen.
Da verstanden die Jünger, dass er zu ihnen von Johannes dem Täufer redete« (Matth. 17, 11-13 Schlachter 2000).
Kaum hatten die drei Jünger Petrus, Jakobus und Johannes ihren Herrn und Meister
in glanzvoller Herrlichkeit erstrahlend zusammen mit Mose und Elia auf dem Berg der Verklärung gesehen,
dachten sie schon über die Zuordnung Elias nach. Erstaunlicherweise verstanden sie sofort,
dass der Herr Jesus von Johannes dem Täufer sprach. Johannes kannten sie ja bereits länger
und nun hatten sie soeben eindeutig Elia auf dem Berg der Verklärung gesehen,
der schon lange vor ihrer Zeit im »feurigen Wagen« gen Himmel gefahren war. Und obwohl es offensichtlich
um zwei verschiedene Personen ging, wussten sie trotzdem, dass Johannes der Täufer der Elia in ihren Tagen war.
Denn Johannes der Täufer war der Wegbereiter und Ankündiger des Herrn bei seinem ersten Kommen.
Das war sein einzigartiger Auftrag an das Volk Israel.
Elia soll das Volk Gottes zu seinem Gott zurückführen
Es ist für uns ziemlich einfach, das nachzuvollziehen, wenn wir uns an seine Eltern Zacharias und Elisabeth erinnern.
Ihnen hatte der Engel Gabriel, »der vor Gott steht«, ja angekündigt, was für ein besonderer Bote Johannes einmal sein würde:
»(Und er wird vor lhm (dem Messias)
hergehen im Geist und in der Kraft
Elias, um die Herzen der Väter umzuwenden
zu den Kindern und die Ungehorsamen
zur Gesinnung der Gerechten,
um dem Herrn ein zugerüstetes
Volk zu bereiten« (Luk. 1, 17; Schlachter 2000).
Damit schließt sich der Kreis. Wir haben zum einen den Elia des Alten Testamentes,
der damals auf dem Berg Karmel das Volk Israel samt den Baalspropheten versammelte
und Israel ermahnte: »Wie lange wollt ihr hinken auf beiden Seiten? Ist der HERR Gott, so folgt Ihm nach, ist es aber
Baal, so folgt ihm!« - und zum anderen Johannes den Täufeq den »Elia« des Neuen Testamentes.
Beide waren besondere Boten, die denAuftrag hatten, das Volk Gottes
zu seinem Gott zurückzuführen:
Elia der Tisbiter
stellte mit dem Altar Gottes auf dem Berg Karmel und dem herabfallenden Feuer Gottes die Ehre
Gottes als alleiniger Gott Israels wieder her. Darauf kehrte sich das Volk ab vom Götzendienst und hin zu Gott - und
Elia machte mit den Baalspropheten kurzen Prozess. A1le 450 Propheten Baals wurden am Bach Kishon hingerichtet.
Johannes der Täufer
stand am Jordanufer und rief ebenfalls das Volk auf zur Umkehr zu ihrem Gott.
Darauf bekundeten die Menschen tatsächlich ihre Buße und ließen sich taufen.
Das war die sogenannte Taufe des Johannes, eine Taufe der Buße.
Unerschrocken forderte Johannes zu aufrichtiger Buße auf, um dem Zorn Gottes zu entrinnen:
»Er sprach zu der Volksmenge, die hinausging, um sich von ihm taufen zu lassen: Ihr Schlangenbrut! Wer hat euch
unterwiesen, dem kommenden Zorn zu entfliehen? So bringt nun Früchte, die der Buße würdig sind. Und fangt
nicht an, bei euch selbst zu sagen: Wir haben Abraham zum Vater! Denn ich sage euch : Gott vermag dem Abraham
aus diesen Steinen Kinder zu erwecken « (Luk. 3,7-B Schlachter 2000).
So waren die Fronten geklärt: Entweder aufrichtige Umkehr zu Gott oder der Verbleib unter dem gerechterZom Gottesl
...im Geist und in der Kraft Elias<<
Fassen wir zusammen: Elia ist ein sehr bekannter Bote Gottes, den wir als besonderes »Markenzeichen«
unseres Gottes bezeichnen könnten. Nun sahen die drei Jünger diesen Elia zusammen mit Mose
und dem Hern Jesus auf dem Berg der Verklärung und sie erkannten offenbar
ohne jeden Zweifel: Dieser Johannes, der Sohn des Priesters Zacharias, ist der Elia unserer Zeit!
Denn Johannes der Täufer erinnerte sie sehr an den ihnen bekannten Elia.
Und die Schrift bezeugt eindeutig,
dass
Johannes als Bote Gottes »im Geist und in der Kraft Elias« auftrat.
Deshalb dürfte es uns nicht schwerfallen, auch für die Zukunft Israels
einen weiteren Boten zu erwarten,
der »im Geist und in der Kraft Elias« auftritt.
Und dieser Elia wird kommen, so sagt es Maleachi
Wer ist der kommende Elia?
Der Elia, der zur Vorbereitung des ersten Kommens des Sohnes Gottes auftrat,
trug auf Anordnung Gottes durch den Engel Gabriel den Namen Johannes
(von hebr. Jochanan, das heißt: »Jahwe ist gnädig«). Das könn wir gut nachvollziehen,
denn dieser Johannes bereitete den Weg für das Auftreten des Erlösers vor.
Das lange »angenehme Jahr des Herrn« (Jes. 61, 2; Luk. 4, 19)
- wir sagen auch: die Gnadenzeit -
stand kurz vor ihrem Beginn.
Welchen Namen nun der »Elia« der Zukunft tragen wird, wissen wir nicht.
Man wird ihn aber zweifelsfrei mit dem bereits bekannten Elia (Markenzeichen) in Verbindung
bringen können. Er wird kurz vor dem Beginn des Millenniums auftreten.
Meiner Vermutung nach handelt es sich um einen der beiden Zeugen von Kapitel 11
des Buches der Offenbarung Jesu Christi, die uns nicht mit Namen vorgestellt werden.
Diese beiden besonderen Männer treten kurz vor der Wiederkunft Jesu Christi im 3. Tempel in Jerusalem auf,
wenn dort noch der Antichrist regiert. Sie sind für eine längere Zeit unantastbar, mit übernatürlichen
Kräften ausgestattet und bezeugen ihren HERRN, der in Jerusalem gekeuzigt wurde.
Erst wenn die Zeit ihres Zeugnisses vollständig erfüllt ist, werden sie schließlich
doch vom Antichristen getötet werden. Darauf wird in der ganzen gottlosen Welt
ein riesiger Jubel ausbrechen allerdings nur für dreieinhalb Tage!
Denn wie bei ihrem Herrn Jesus werden ihre Leiber nicht verwesen und der Tod kann diese Männer Gottes nicht halten.
Nach dreieinhalb Tagen fährt der Geist des Lebens aus Gott in sie, dass sie wieder auferstehen.
Sie werden sich auf ihre Füße stellen und nach dem Ruf einer gewaltigen Stimme aus dem Himmel
steigen sie wie einst ihr Heiland in einer Wolke gen Himmel auf. Aus Freude über den Tod dieser
verhassten Zeuget Jesu werden sich die Menschen gegenseitig Geschenke senden,
doch die dreieinhalb Jubeltage, diese weltweiten »Thanksgiving Days« sind
ganz schnell vorbei. Das Wirken dieser beiden Zeugen Gottes entspricht dem Wirken der beiden Männer Mose und Elia:
»Und ich will meinen zwei Zeugen geben,
dass sie weissagen werden 1260 Tage lang,
bekleidet mit Sacktuch. Das sind
die zwei Ölbäume und die zwei
Leuchter, die vor dem Gott der Erde
stehen« (Offb. 11 ,3-4 Schlachter 2000).
An dieser Stelle wäre es gut, den ganzen Text von Offb. 11, 1-13 noch einmal aufmerksam im Zusammenhang zu lesen.
Wohl denen, die noch umkehren und nicht mehr gerichtet werden!
Durch die beiden göttlichen Zeugen sowie die gerichtlichen Zeichen,
die sie auf Erden tun, werden die Gesetzesübertreter in Israel
wie in den Nationen noch einmal unmissverständlich mit dem allein wahren
Gott konfrontiert, bevor der Sohn Gottes selbst in seiner Majestät als Richter erscheint.
Wohl denen, die sich durch diese Boten dann noch zur Umkehr und auf den wahren Messias ausrichten lassen
und so nicht mehr gerichtet werden. Schon jetzt und immer noch können alle Menschen
auf Mose und die Propheten hören:
»Er aber sprach zu ihm: Wenn sie auf Mose und die Propheten nicht hören,
so würden sie sich auch nicht überzeugen lassen, wenn einer aus den Toten auferstünde! «
(Luk 16, 3l Schlachter 2000)
Gottes Geduld und Erbarmen
mit den Menschen ist groß! Als Gläubige, die sich mit der biblischen Prophetie beschäftigen, sehen wir schon
heute klar das Handeln Gottes mit seinem Volk Israel! Viele Juden sind bereits wieder im Land ihrer Väter
und alle anderen. die jetzt noch unter den Völkern sind, müssen ebenfalls zurückkehren.
Doch bevor der Messias kommt, braucht dieses Volk das Gesetz Gottes mit einem Boten
wie Mose - und zur Konfrontation mit dem bevorstehenden Zorn Gottes Wegen all seiner Gesetzesübertretungen einen
Mann wie Elia, der mächtige Handlungen »im Geiste und der Kraft Elias« ausübt,
damit lsrael wirklich zu seinem Gott umkehrt und En das Volk nicht vollständig
vernichten muss, wenn ER zum Gericht erscheint. Es ist nur Gottes große Geduld
und herzliches Erbarmen. dass Er langsam ist zum Zorn und immer noch sehnlichst wartet,
dass der Mensch zu Ihm umkehrt, ansonsten wäre es schon lange aus mit dem Volk Israel
- und erst recht mit den Nationen!


Joachim Langhammer


 


 

 

 
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